Wie wirkt sich körperliche Aktivität auf Kinder mit Adipositas aus?
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Im Vergleich zu keiner körperlichen Aktivität trägt möglicherweise jede Art von körperlicher Aktivität dazu bei, den BMI von Kindern mit Adipositas leicht zu senken. Der BMI (Body-Mass-Index) setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße und dient dazu, das Gewicht einer Person einzuschätzen. Leichte unerwünschte Ereignisse treten möglicherweise deutlich häufiger auf. Hinsichtlich beider Ergebnisse sind wir uns jedoch sehr unsicher.
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Es ist unklar, ob körperliche Aktivität im Vergleich zu keiner, einer anderen Art oder einem anderen Umfang an körperlicher Aktivität das Körpergewicht, den Körperfettanteil, das Wohlbefinden oder den Blutzuckerspiegel von Kindern mit Adipositas beeinflusst. Zudem ist unklar, ob körperliche Aktivität die Häufigkeit schwerwiegender unerwünschter Ereignisse beeinflusst.
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Wir benötigen größere, länger dauernde und qualitativ hochwertigere Studien, um die Wirkungen körperlicher Aktivität bei Kindern mit Adipositas verlässlicher beurteilen zu können.
Von Adipositas spricht man, wenn eine Person zu viel Körperfett hat. Weltweit hat die Adipositas bei Kindern (im Alter von 0 bis 9 Jahren) seit 1975 erheblich zugenommen. Bis zum Jahr 2050 könnten mehr als 300 Millionen Kinder und Jugendliche (im Alter von 10 bis 19 Jahren) an Adipositas leiden.
Kinder mit Adipositas haben ein erhöhtes Risiko, im späteren Leben gesundheitliche Probleme wie Herzerkrankungen, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten, Lebererkrankungen, Asthma, Gelenk- und Muskelprobleme sowie Infektionen zu entwickeln. Adipositas im Kindesalter steht zudem in Zusammenhang mit einer höheren Rate an Angstzuständen und Depressionen.
Eine Gewichtsabnahme ist der beste Weg, die gesundheitlichen Risiken von Adipositas zu verringern. Bei Kindern erfolgt dies in der Regel durch eine Veränderung des Lebensstils, etwa durch mehr körperliche Aktivität – zum Beispiel Laufspiele oder bewegungsfördernde interaktive Videospiele, die auch als „Exergaming“ bezeichnet werden – und eine gesündere Ernährung.
Was wollten wir herausfinden?Wir wollten herausfinden, ob körperliche Aktivität Kindern mit Adipositas im Vergleich zu keiner körperlichen Aktivität dabei hilft:
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ihren BMI (Body-Mass-Index) oder BMI-Z-Score zu senken. Der BMI setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße und wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird (kg/m 2 ). Der BMI-Z-Score gibt an, wie der BMI eines Kindes im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern desselben Geschlechts einzuordnen ist;
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Gewicht zu verlieren;
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ihr Wohlbefinden zu steigern;
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ihren Körperfettanteil zu verringern oder zu einer günstigeren Verteilung des Körperfetts im Körper beizutragen; und
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ihren Blutzuckerspiegel zu senken.
Außerdem wollten wir herausfinden, ob manche Bewegungsprogramme vorteilhafter sind als andere und ob die Bewegungsprogramme zu unerwünschten Ereignissen führten.
Wie sind wir vorgegangen?Wir suchten nach Studien, in denen körperliche Aktivität mit Folgendem verglichen wurde:
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keiner körperliche Aktivität;
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einer anderen Art oder einem anderen Umfang körperlicher Aktivität.
Die Kinder mussten die körperliche Aktivität mindestens 12 Wochen lang ausüben. Wir verglichen die Ergebnisse der Studien, fassten sie zusammen und beurteilten unser Vertrauen in die Evidenz, basierend auf Faktoren wie Studienmethoden und Anzahl an Teilnehmenden.
Was fanden wir heraus?Wir fanden vier Studien mit insgesamt 517 Kindern. Die Studien waren klein: Die kleinste umfasste nur 59 Kinder, die größte 222. Knapp die Hälfte der teilnehmenden Kinder waren Mädchen (46 %). Ihr Durchschnittsalter betrug 9 Jahre.
In drei Studien führten die Kinder die körperlichen Aktivitäten 12 oder 13 Wochen lang durch; das Bewegungsprogramm der vierten Studie dauerte 32 Wochen. Die Studien fanden in drei Ländern statt: je eine Studie in Brasilien und im Iran, sowie zwei Studien in den USA. In den amerikanischen Studien waren 73 % der Kinder schwarz. In den anderen Studien wurde die ethnische Zugehörigkeit der Kinder nicht angegeben.
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In allen vier Studien wurde körperliche Aktivität mit keiner körperlichen Aktivität verglichen.
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Eine Studie verglich zudem eine Art körperlicher Aktivität (Exergaming) mit einer anderen (Übungen im Schwimmbad).
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Eine Studie verglich zudem die Ausübung derselben körperlichen Aktivitäten über 20 Minuten mit der über 40 Minuten.
Im Vergleich zu keiner körperlichen Aktivität hatten Kinder mit Adipositas, die an einem der Bewegungsprogramm teilnahmen, möglicherweise:
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ihren BMI leicht gesenkt: Der BMI der Kinder in den körperlich aktiven Gruppen war im Durchschnitt um 1,52 kg/m 2 niedriger (2 Studien, 118 Kinder);
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mehr leichte unerwünschte Wirkungen erlebt: Bei Kindern in den aktiven Gruppen war die Wahrscheinlichkeit, leichte unerwünschte Wirkungen zu erleben, etwa 3,5-mal höher (1 Studie, 222 Kinder).
Wir sind jedoch sehr unsicher, was diese Ergebnisse angeht.
Es ist unklar, ob die untersuchten Aktivitätsprogramme bei Kindern einen Einfluss auf Folgendes haben:
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BMI-Z-Score;
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Gewicht;
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Wohlbefinden;
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Körperfettanteil oder die Verteilung des Körperfetts;
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Blutzuckerwerte;
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Risiko, schwerwiegende unerwünschte Ereignisse zu erleiden.
Es ist sehr unsicher, ob eine bestimmte Art oder ein bestimmter Umfang körperlicher Aktivität die untersuchten Ergebnisse anders beeinflusst als eine andere Art oder ein anderer Umfang.
Was schränkt die Evidenz ein?Unser Vertrauen in die Evidenz ist begrenzt, da:
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es nur wenige Studien mit jeweils wenigen Teilnehmenden gab;
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in den Studien unterschiedliche Arten körperlicher Aktivität untersucht wurden;
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die Studien ihre Methoden und Ergebnisse nur unzureichend beschrieben;
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drei von vier Studien nicht alle ihre Ergebnisse berichteten.
Diese Evidenz ist auf den Stand von Dezember 2025.