Unser Methodenforum am 19. Juni 2026: Brückenschlag zwischen klinischer Forschung und Evidenzsynthese

Eine Hand legt den letzten fehlenden Baustein auf eine fast fertig gestellte Brücke

Klinische Forschung und Evidenzsynthesen zusammen denken: Welche Ansätze gibt es, beide Bereiche besser miteinander zu verzahnen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 4. Methodenforum der Cochrane Deutschland Stiftung am 19. Juni 2026 in Freiburg. Bei der überwiegend englischsprachigen Tagung unter dem Motto „Building Bridges Between Clinical Research and Evidence Synthesis“ werden Perspektiven verschiedener Akteursgruppen zusammengeführt – darunter klinisch Forschende, Studienzentren, Autorinnen und Autoren von systematischen Reviews und HTAs sowie Forschungsfördernde und Ethikkommissionen. Außerdem werden Ansätze vorgestellt, wie sich ein effizienter und aktueller Überblick über die vorhandene Evidenz gewinnen lässt, wie Evidenzlücken identifiziert und Forschungsbedarfe besser kommuniziert werden können. 

„Ziel unseres Methodenforums ist es, den Austausch zwischen klinischer Forschung und Evidenzsynthese-Community zu stärken“, so Jörg Meerpohl, Direktor von Cochrane Deutschland. „Neue Forschungsvorhaben sollten nicht im luftleeren Raum konzipiert werden, sondern auf bereits vorhandener Evidenz aufbauen. Aktuelle Evidenzsynthesen bieten einen systematischen Überblick über relevante Forschungslücken, und können so neue Studien legitimieren und bei der Planung helfen.“

 „Darüber hinaus fordert der Ansatz der evidenzbasierten Forschung, dass neue Studien möglichst zeitnah in Evidenzsynthesen integriert werden, und der Kreis sich so wieder schließt. Nur so wird die Forschung durchgeführt, die auch wirklich benötigt wird, um die medizinische Versorgung zu verbessern“, so Claudia Breuer, stellvertretende Direktorin von Cochrane Deutschland. 

Um diesen Anspruch zu erfüllen, müssen klinische Forschung und Evidenzsynthese eng verzahnt sein. Die empirische Forschung zeigt allerdings, dass wir von dieser Idealvorstellung noch ein gutes Stück entfernt sind. 

 

Alle am Forschungsprozess Beteiligten sind herzlich eingeladen, am Methodenforum teilzunehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen!

Folgende Referierende haben bereits zugesagt: 

  • Prof. Dr. Dr. Matthias Briel, Faculty of Medicine, Department of Clinical Research, Division of Clinical Epidemiology, University of Basel, Basel, Switzerland

  • Dr. Britta Lang, University Medical Center Freiburg – University of Freiburg, Clinical Trials Unit

  • Dr. Maria-Inti Metzendorf, Institute of General Practice (ifam), Centre for Health and Society (chs), Medical Faculty of the Heinrich-Heine-University, Düsseldorf, Germany, and Research Group Evidence for Climate Solutions (ECS), Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK), Potsdam, Germany

  • Dr. Roses Parker, The Cochrane Collaboration, London, United Kingdom

  • Prof. Dr. Dr. Holger Schunemann, Medical Specialty School of Public Health and Preventive Medicine, Humanitas University, Milan, Italy

  • Prof. Dr. Anna Lene Seidler, German Center for Child and Adolescent Health (Site Greifswald/Rostock)

  • Dr. Waldemar Siemens, Institute for Evidence in Medicine, Medical Center - University of Freiburg / Medical Faculty - University of Freiburg, Freiburg, Germany

  • PD Dr. Alexander Supady, Medical Center – University of Freiburg, Interdisciplinary Medical Intensive Care

  • Dr. med. vet. Volker Vervölgyi, Head of the Division of Oncology (solid tumours) and Routine Practice Data Collection, Institute for Quality and Efficiency in Health Care (IQWiG), Köln, Germany


Die Teilnahmegebühr beträgt 85 Euro, für Studierende mit Immatrikulationsbescheinigung 50 Euro.  
8 Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Baden-Württemberg sind beantragt.

Die Anmeldung zum Methodenforum ist ab sofort hier möglich.