Für Fortgeschrittene: GRADE in der Ernährungsforschung

Das System GRADE lässt sich auch in der Ernährungsforschung zur Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Evidenz aus Beobachtunsgstudien anwenden. Was sind dabei spezielle Anforderungen und typische Fehler? Eine Serie von Cochrane Nutrition nimmt sich dieser insbesondere für Methodiker*innen wichtigen Frage an.

GRADE ist ein weltweit anerkanntes System für die Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Evidenz in systematischen Übersichtsarbeiten und Leitlinien (siehe diese Kurzeinführung auf Wissen Was Wirkt). Auch Cochrane nutzt dieses seit rund 20 Jahren stetig weiterentwickelte Werkzeug in seinen Reviews. Dabei lässt sich GRADE nicht nur auf randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) anwenden, sondern auch auf sogenannte Beobachtungsstudien, wie sie in der Ernährungsforschung oft zu finden sind. 

Allerdings gilt es bei GRADE für Beobachtungsstudien einige Besonderheiten zu beachten. Ihnen widmet Cochrane Nutrition, die Cochrane-Gruppe, die hinter Cochrane Reviews zu Ernährungsfragen aller Art steht, nun eine Serie von Beiträgen. Die Serie, die in Zusammenarbeit mit Cochrane Deutschland und dem Universitätsklinikum Freiburg entstanden ist, stellt häufige Probleme oder Fehler sowie hilfreiche Tipps und Lösungen bei der Anwendung von GRADE in der Ernährungsforschung vor. Ziel ist es, das Bewusstsein und das Wissen über GRADE unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dieses Gebiets zu verbessern.

Die erste Folge in Form eines Visual Abstracts ist kürzlich auf der englischsprachigen Webseite von Cochrane Nutrition erschienen, die deutsche Version stellen wir hier vor. Es basiert auf einer aktuellen Veröffentlichung über die Nutzung von GRADE in Ernährungsstudien.


Anmerkung: Im Sinne einer genderneutralen Sprache nutzen wir neuerdings den Genderstern (wie in Leiter*in). Für ältere Texte gilt weiterhin: Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.