Cochrane Deutschland Stiftung nun offiziell

Am 26. Oktober 2017 wurde die unabhängige und gemeinnützige Cochrane Deutschland Stiftung (CDS) mit Sitz in Freiburg offiziell gegründet. Die Stiftung wird ab sofort vom Bundesministerium für Gesundheit mit bis zu einer Million Euro pro Jahr gefördert, um die Aktivitäten von Cochrane in Deutschland dauerhaft realisieren zu können.

Am 9. November äußerte sich der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in einer offiziellen Erklärung wie folgt:

“Wir brauchen unabhängige Forschung, die den Stand der Erkenntnisse immer wieder wissenschaftlich auf den Prüfstand stellt und uns so verlässliche Informationen über die besten Behandlungsmethoden liefert. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Bund die Arbeit von Cochrane in Deutschland mit der Cochrane Deutschland Stiftung endlich nachhaltig fördern kann.“

Damit endet eine zwanzigjährige Phase der projektbasierten Finanzierung von Cochrane in Deutschland. Die Stiftung kann sich nun angesichts stabiler Finanzierung und planbarer Ressourcen satzungsgemäß nachhaltig für die Generierung und Implementierung von Wissen aus Cochrane Evidenz für alle relevanten Nutzergruppen einsetzen, Trainingsprogramme ausbauen und Beiträge zur methodischen Weiterentwicklung systematischer Übersichtsarbeiten leisten. Das von Cochrane generierte Wissen ist eine wesentliche Informationsquelle für die Wirksamkeit von Therapien und diagnostischen Verfahren in der Medizin. Es ermöglicht Entscheidungen auf bestmöglicher Wissensbasis für eine evidenzbasierte Gesundheitsversorgung.

Die Stiftung wird geleitet von Prof. Gerd Antes (wissenschaftlicher Vorstand) und Frau Dr. Britta Lang (geschäftsführender Vorstand). Akademischer Kooperationspartner der Stiftung ist die zentrale Einrichtung des Universitätsklinikums Freiburg ‚Evidenz in der Medizin’, geleitet von PD Dr. Jörg Meerpohl und Prof. Dr. Gerd Antes.


Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.