Cochrane Convenes: Lehren aus der Pandemie

Welche Lehren gilt es für all jene aus der Pandemie zu ziehen, die weltweit an und mit Cochrane Reviews oder anderen Formen der Evidenzsynthese arbeiten? Was hat sich bewährt, wo gibt es Änderungsbedarf? Dies sind die Leitfragen von Cochrane Convenes, einer Online-Veranstaltung von Cochrane in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation und dem COVID-19 Evidence Network to support Decision making (COVID-END).

In der COVID-19-Pandemie fehlte es gerade zu Beginn an zuverlässiger wissenschaftlicher Evidenz zu fast allen drängenden Fragen. In diesem Informationsvakuum gediehen Spekulationen, medizinische Mythen und Fake News, die unmittelbar Menschenleben bedrohen. Umso größer waren und sind die Herausforderungen für alle, die nach Antworten suchen, die auf dem aktuellsten Stand wissenschaftlicher Evidenz basieren. Immerhin: Die Forschung weltweit reagierte schnell. In Rekordzeit entstanden Impfstoffe und zahllose Studien verkleinern nach und nach unsere Wissenslücken. Aber es gibt noch viel zu lernen.

Eben diese Lehren aus den bisherigen Erfahrungen mit der Pandemie zu ziehen, ist das Ziel von Cochrane Convenes. Die von Cochrane in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem COVID-19 Evidence Network to support Decision making (COVID-END) ausgerichtete Online-Veranstaltung bringt im Oktober führende Persönlichkeiten aus der ganzen Welt zusammen. In einer Serie von Diskussionen an virtuellen runden Tischen werden die Teilnehmer*innen herausarbeiten, welche Änderungen speziell im Bereich der Evidenzsynthese erforderlich sind, um künftig besser auf globale Gesundheitsnotlagen vorbereitet zu sein. Zu den Evidenzsynthesen gehören auch (aber nicht nur) die systematischen Reviews von Cochrane, welche die wissenschaftliche Evidenz zu konkreten Fragestellungen sammeln, bewerten und zusammenfassen.

Das Ziel dieser nicht öffentlichen Diskussionen sind konkrete Empfehlungen, die zum Abschluss der Veranstaltung am 14. Oktober 2021 von 11:30 bis 15 Uhr (MEZ) in einer öffentlichen Plenarsitzung vorgestellt werden.

Mehr Informationen und Anmeldung zur Teilnahme an der öffentlichen Plenarsitzung (auf Englisch)


Anmerkung: Im Sinne einer genderneutralen Sprache nutzen wir neuerdings den Genderstern (wie in Leiter*in). Für ältere Texte gilt weiterhin: Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.