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Das Deutsche Cochrane Zentrum

Von der Evidenz zur Empfehlung (Klassifikationssysteme)

Vorbemerkung: "Cochrane Klassifikation"

Externe Evidenz läßt sich nach Validitätskriterien hierarchisch ordnen. Die folgende Einteilung bezieht sich auf die grundsätzliche Eignung eines Studiendesigns, durch Vermeidung systematischer Fehler (Bias) zu validen Ergebnissen zu kommen. Die Klassifikation ist an Studien zu Therapie und/oder Präventation orientiert und nicht ohne weiteres auf andere Fragestellungen, z.B. der Diagnose zu übertragen.

Stufe Evidenz-Typ
Ia wenigstens ein systematischer Review auf der Basis methodisch hochwertiger kontrollierter, randomisierter Studien (RCTs)
Ib wenigstens ein ausreichend großer, methodisch hochwertiger RCT
IIa wenigstens eine hochwertige Studie ohne Randomisierung
IIb wenigstens eine hochwertige Studie eines anderen Typs quasi-experimenteller Studien
III mehr als eine methodisch hochwertige nichtexperimentelle Studie
IV Meinungen und Überzeugungen von angesehenen Autoritäten (aus klinischer Erfahrung); Expertenkommissionen; beschreibende Studien

 

(AHCPR Publication 1992, 92-0032: 100-107)

Eine erweiterte Evidenzhierarchie, die auf die Erfordernisse unterschiedlicher Fragestellungen eingeht und zudem die Berücksichtigung von Schwächen in der Ausführung einer Studie und Inkonsistenzen zwischen mehreren Studien ermöglicht, findet sich auf den Seiten des

Abzugrenzen von diesen Klassifikationen von Evidenzgüte sind Einteilungen zur Stärke von Empfehlungen. Diese berücksichtigen neben der Qualität der Einzelstudien die Gesamtheit der Evidenz zu einer Frage. Ein bekanntes Beispiel ist die

die Empfehlungen zwischen A und D vergibt. Vergleichbare Systeme werden zur Zeit auch in vielen deutschen Leitlinien verwendet.

Dieses Nebeneinander unterschiedlicher Systeme der Bewertung von Qualität und Empfehlungsstärke kann verwirren. Seit dem Jahr 2000 hat sich daher eine internationale Arbeitsgruppe GRADE Working Group (Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation) zur Aufgabe gemacht, diese zu ordnen und weitere wichtige Aspekte wie Relevanz und Durchführbarkeit mit zu berücksichtigen. Das neue

gewinnt international mehr und mehr an Bedeutung.

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