Ist die Resektion (chirurgische Entfernung) von Blasenkrebs mithilfe von Blaulicht besser als die Standardresektion unter Weißlicht bei Menschen mit Verdacht auf Blasenkrebs?
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Eine durch Blaulicht unterstützte Resektion (chirurgische Entfernung) der Blase hat bei Menschen mit geringem Risiko für ein erneutes Auftreten von Krebs möglicherweise kaum oder gar keine Auswirkungen auf dieses Risiko. Bei Menschen mit mittlerem oder hohem Risiko kann sie das Risiko eines erneuten Auftretens von Krebs jedoch möglicherweise verringern.
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Die durch Blaulicht unterstützte Resektion der Blase hat bei Menschen mit geringem oder mittlerem Risiko für ein Fortschreiten der Krebserkrankung wahrscheinlich kaum oder gar keine Auswirkungen auf dieses Risiko. Bei Menschen mit hohem Risiko kann sie das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung jedoch möglicherweise senken.
Bei Menschen mit Verdacht auf Blasenkrebs wird der vermutete Tumor mit einem speziellen Instrument, das über die Harnröhre in die Blase eingeführt wird, aus der Blasenwand entfernt. Manchmal ist es jedoch schwierig, normales Blasengewebe von Krebsgewebe zu unterscheiden. Um den Tumor besser erkennen und vollständig entfernen zu können, wird über einen dünnen Schlauch (Katheter) eine spezielle Flüssigkeit (fluoreszierenden Wirkstoff) in die Blase eingebracht. Während der Operation werden die Krebszellen unter speziellem Blaulicht rot sichtbar.
Was wollten wir herausfinden?Wir wollten herausfinden, ob die Resektion der Blase unter Blaulicht bei Menschen mit nicht-muskelinvasivem (oberflächlichem) Blasenkrebs bessere Ergebnisse liefert als die Resektion unter Weißlicht. Wir haben untersucht, ob sich dies auf Folgendes auswirkt:
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die Zeit bis zum erneuten Auftreten des Krebses (Rezidiv);
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die Zeit bis zum Fortschreiten der Krebserkrankung (Progression);
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ob die Menschen länger lebten;
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schwerwiegende Komplikationen während der Operation;
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leichte Komplikationen während der Operation;
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und ob unerwünschte Wirkungen auftraten.
Wir suchten nach Studien, in denen Menschen mit Blasenkrebs nach dem Zufallsprinzip entweder einer durch Blaulicht unterstützten Resektion oder einer Resektion unter Weißlicht zugewiesen wurden. Wir haben die Ergebnisse dieser Studien verglichen, zusammengefasst und unser Vertrauen in die Evidenz anhand von Faktoren wie den Studienmethoden und der Größe der Studien bewertet.
Was fanden wir heraus?Wir haben 17 Studien identifiziert, in denen die Resektion der Blase unter Einsatz von Blaulicht mit der Resektion der Blase unter Einsatz von Weißlicht verglichen wurde. An diesen Studien nahmen insgesamt 4890 Teilnehmende teil. Eine durch Blaulicht unterstützte Entfernung des Tumors in der Blase hat bei Personen mit geringem Risiko möglicherweise kaum oder gar keine Wirkungen auf das Rezidivrisiko, senkt jedoch möglicherweise bei Personen mit mittlerem und hohem Risiko das Rezidivrisiko. Eine durch Blaulicht unterstützte Entfernung des Tumors in der Blase hat bei Menschen mit geringem Risiko wahrscheinlich kaum oder gar keine Auswirkungen auf das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung (Progression). Bei Menschen mit mittlerem Risiko hat sie möglicherweise ebenfalls kaum oder gar keine Auswirkungen. Bei Menschen mit hohem Risiko kann sie das Progressionsrisiko jedoch möglicherweise senken. Wir haben außerdem festgestellt, dass Blaulicht möglicherweise kaum oder gar keine Auswirkungen auf leichte oder schwerwiegende Operationskomplikationen, das langfristige Risiko, an Blasenkrebs zu sterben, oder auf unerwünschte Wirkungen hat.
Was schränkt die Evidenz ein?Die Aussagekraft der Erkenntnisse in dieser Übersichtsarbeit wird vor allem durch die Qualität der einbezogenen Studien eingeschränkt. In einigen Studien wurden die Behandlungen nicht wie geplant durchgeführt, was einen fairen Vergleich der Gruppen erschwerte In anderen Studien fehlten Daten. Zudem unterschieden sich Umfang und Gründe für die fehlenden Daten zwischen den Behandlungsgruppen. Das könnte die Ergebnisse beeinflusst haben. Außerdem wurden in einigen Studien möglicherweise nur ausgewählte Endpunkte berichtet. Dadurch könnten die Ergebnisse kein vollständiges Bild der Auswirkungen der Behandlung vermitteln.
Wie aktuell ist die Evidenz?Dieser Review ist die Aktualisierung einer vorherigen Version. Die Evidenz ist auf dem Stand von März 2026.